Geschirrspüler Infothek

Geschirrspüler Infothek

Die sparsamsten Geschirrspüler erkennen Sie an der Energieeffizienzklasse A+++.  Mit einem Geschirrspüler dieser Klasse sparen Sie rund 30 Prozent Strom im Vergleich zu einem Modell der Klasse A. Die Geschirrspülmaschine hat sich zu unserer beliebtesten Küchenhilfe entwickelt. Heute verfügt jeder zweite Haushalt über eine Geschirrspülmaschine. Und die Tendenz ist steigend. Die Entwicklung des Energie- und Wasserverbrauches von Geschirrspülern zeigte im Laufe der letzten 20 Jahre beachtliche Fortschritte. Verbrauchte ein Gerät 1975 noch 2,8 kWh Strom und 60 Liter Wasser pro Spülgang, kommen heute die besten Geräte im gleichen Programm mit 0,9 kWh Strom und 10 Liter Wasser aus. So erspart ein Geschirrspüler nicht nur den mühevollen Abwasch von Hand, sondern auch Wasser und Energie. Spülfaktoren Das Spülen von Geschirr und Bestecken ist eine Frage der Hygiene und Ästhetik. Das Spülergebnis hängt im Wesentlichen von den Faktoren Wasser, Mechanik, Temperatur, Chemie und Spüldauer ab. Während beim Handspülen das Ergebnis überwiegend auf der mechanischen Wirkung beruht, die durch Wischen und Scheuern erreicht wird, erhalten beim maschinellen Spülen die Faktoren Chemie und Temperatur eine größere Bedeutung. Ein Vergleich beider Verfahren zeigt, dass moderne Geschirrspüler mit weniger Energie und Wasser auskommen als das Spülen von Hand. Dagegen ist der Verbrauch an chemischen Hilfsstoffen höher.

 

Bauformen von Geschirrspülern

Unterbaugeräte
Unterbaugeräte werden ohne Arbeitsplatte geliefert. Sie können in der Höhe zwischen 82 und 87 cm verstellt werden, so dass die Geräte unter Arbeitsplatten mit 85 bis 90 cm Höhe aufgestellt werden können. Angeboten werden ebenfalls Geräte mit 45 oder 60 cm Breite. Die Tiefe beträgt 57 bis 58,5 cm.

 

Integrierbare Geschirrspülerntegrierbare Geschirrspüler
Einbaugeräte sind so gestaltet, dass durch Anbringen einer serienmäßigen Tür aus einem Küchenprogramm eine einheitliche Möbelfront entsteht. Im Sockelbereich kann eine durchlaufende Möbelsockelblende montiert werden. Bei so genannten vollintegrierbaren Unterbaugeräten befinden sich die Bedienelemente der Geschirrspülmaschine auf dem oberen Rand der Gerätetür und sind damit bei geschlossener Tür nicht sichtbar Bilder Quelle Bosch

 

 

VollIntegrierbare Geschirrspülervollintegrierbar Geschirrspüler
Wenn man ein vollintegrierten Geschirrspüler hat, spricht man immer auch von einem Einbaugerät. Ein vollintegrierbarer Geschirrspüler ist vollständig in einer Küchenfront integriert . Ein solcher Spüler wird generell auch immer ohne Tür geliefert – das Anbringen einer vorhandenen Möbelfront, oder einer z.B. Edelstahlfront (meist als Zubehör erhältlich) ist daher notwendig Bei einem vollintegrierten Spüler erkennt man beim geschlossenen Gerät nicht, dass sich hinter der Front ein Geschirrspüler befindet.

 

Dekorfähige Geschirrspüler
Bei diesen Geräten werden Dekorplatten (3-4mm stark), passend zur Küchenfront in den bereits montierten Dekorrahmen eingesetzt. Soll ein altes durch ein neues Gerät ersetzt werden, kann die vorhandene Dekorplatte übernommen werden.

Geschirrspüler Standgeräte
Standgeräte können frei aufgestellt werden. Sie werden mit einer Breite von 45 cm (8–9 Maßgedecke) und 60 cm (12–14 Maßgedecke) angeboten. Die Höhe beträgt entsprechend geltenden Normen 85 cm einschließlich Arbeitsplatte. Die Tiefe liegt zwischen 57 und 60 cm.

Tischgeräte
Tischgeräte können als Auftisch- oder Einbaugerät mit Einbausatz aufgestellt werden. Sie fassen zwischen 4 und 6 Maßgedecke und sind daher nur für 1-Personen-Haushalte geeignet.

 

Funktionsweise von Geschirrspülern

Programmsteuerung
Zur Programmsteuerung werden elektromechanische oder elektronische Steuerungen eingesetzt. Je nach Modell stehen verschieden  Spülprogramme zur Auswahl.

Der Programmablauf ist in der Regel immer gleich: Im Vorspülgang werden lose anhaftende Schmutzteile mit kaltem Wasser vom Geschirr entfernt. Danach wird das Wasser abgepumpt. Es folgt der Reinigungsgang. Jetzt öffnet sich der Spülmittelbehälter, und die Heizung schaltet sich ein. Nach dem Abpumpen folgt ein kalter Zwischenspülgang, durch den die Laugenreste auf dem Geschirr beseitigt werden. Beim anschließenden Klarspülgang mit warmem Wasser wird – sofern gewünscht – automatisch Klarspülmittel zugegeben. Dabei wird das Geschirr aufgeheizt, damit der Wasserfilm im nachfolgenden Trocknungsgang besser abdampft. Am Ende des Programms erfolgt die automatische Regenerierung des Enthärters.

Enthärtung
Alle Geschirrspülmaschinen sind mit einer Wasserenthärtungsanlage (Ionentauscher) ausgestattet. Die Anlage enthält eine Tauschermasse aus Kunstharz und einen Vorratsbehälter für das Regeneriersalz. Je nach Härtegrad des Wassers kann eine Voreinstellung gewählt werden. Die Tauschermasse wird bei jedem Spüldurchgang mit Hilfe des Regeneriersalzes erneuert. Weitere Hinweise zur Enthärtung enthalten die Gebrauchsinformationen der Gerätehersteller.

Beheizung
Zum Aufheizen des Wassers sind entweder Rohrheizkörper am Boden des Spülbehälters angebracht (Tauchsiederprinzip), oder die Beheizung erfolgt außerhalb des Behälters (Durchlauferhitzer). Die Heizleistung beträgt maximal 3,0 kW. Einige Geräte besitzen aus Gründen der Energieeinsparung einen Wärmetauscher. Die Rückseite des Spülbehälters ist doppelwandig gestaltet und bevorratet Wasser für den jeweils nächsten Spülgang. Die heiße Spülflotte gibt vor dem Abpumpen einen Teil der Wärme durch die Behälterwand an dieses Wasser ab und wärmt den Vorrat so für den nächsten Spülgang vor.

 

Ausstattungsmerkmale von Geschirrspüllern

Warmwasseranschluss
Die meisten der heute auf dem Markt angebotenen Geschirrspülmaschinen können wahlweise an Kalt- oder Warmwasser angeschlossen werden. Der Anschluss an die zentrale Warmwasserversorgung ist jedoch nur dann zu empfehlen, wenn das Wasser energiesparend mit Gas, Fernwärme oder Öl erwärmt wird und der Speicher oder Durchlauferhitzer in der Nähe der Spülmaschine liegt.

Wasserschutzsysteme
Wasserschutzsysteme wie „Aqua-Stop“ oder „Waterproof“ sind vierfach wirkende Sicherheitssysteme, die netzunabhängig gegen Wasserschäden absichern. Sie bieten Schutz vor Überlaufen, bei Undichtigkeiten im Gerät, Schäden am Wasserzulaufschlauch und Schäden im Ablaufschlauch. Diese Ausstattung erlaubt es Ihnen, nachts oder abends zu spülen oder wenn Sie nicht im Hause sind.

Zeitschaltprogramm
Einige Geräte sind mit einer elektronischen Zeitschaltuhr ausgerüstet. Dank dieser Einrichtung kann der Spülgang in die Nacht verlegt werden.

Eignung von Geschirr und Bestecken
Geschirr, dessen Eignung für das maschinelle Spülen ausgewiesen ist, wird durch die Begriffe „spülmaschinenfest“ oder „spülmaschinengeeignet“ gekennzeichnet. Eine Prüfnorm gibt es hierfür jedoch nicht. Grundsätzlich sollte das Geschirr möglichst gerade und glatte Formen besitzen. Aufglasurdekore sind in der Regel nicht so spülmaschinenfest wie Unterglasur- oder Inglasurdekore. Spülmaschinenfeste Bestecke werden einem einheitlichen Prüfverfahren unterzogen und als „spülmaschinenfest nach RAL-RG 604“ gekennzeichnet. Edelstahl- und Silberbestecke sind in der Regel spülmaschinenfest. Bestecke mit Holz- oder Kunststoffgriffen sind nur bedingt spülmaschinenfest.

 

 

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